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Der Hals

Der Hals des Menschen verbindet den Rumpf mit dem Kopf. Im Hals befinden sich die Schilddrüse mit den Nebenschilddrüsen, der Kehlkopf und der Rachen. Außerdem verlaufen dort wichtige Arterien und Venen zur Blutversorgung des Kopfes sowie die Halswirbelsäule mit dem Rückenmark. 

Die Gaumen- und Rachenmandeln („Polypen“)
Am Übergang zwischen Mundhöhle und Rachen, liegt die Gaumenmandel, während links und rechts zwischen Nasenhöhle und Rachen die Rachenmandel zu finden ist. 
Die Mandeln sind immunologische Organe mit der Aufgabe Erreger abzuwehren, die sich auf der Schleimhaut ausbreiten. Beide können sich nach bakterieller Infektion entzünden und müssen unter Umständen operativ entfernt werden. Im Erwachsenenalter bilden sich die Mandeln zurück. 
 

Anatomie des Halses (Klickvergrößerung)

Operative Therapie

Die paarigen Gaumenmandeln (Tonsillen) sitzen zwischen vorderem und hinterem Gaumenbogen. Sie sind ein Teil des körpereigenen Abwehrsystems gegen Krankheitserreger.

Krankhafte Veränderungen der Gaumenmandeln (vergrößertes Mandelgewebe) haben oft Schluck- und Atembeschwerden, häufiges Eitern, schlechten Geschmack und Mundgeruch zur Folge.

Immer wiederkehrende, schwere oder chronische Mandelentzündungen oder ein Mandelabszess schwächen die Immunabwehr des Körpers und können schwere Komplikationen nach sich ziehen, wie z.B. entzündliche Gefäß-, Herz-, Nieren- und rheumatische Erkrankungen.

Therapie
Je nach Untersuchungsbefund raten wir zur 

  • operativen Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) oder zur
  • Verkleinerung der Gaumenmandeln mittels Laser (Lasertonsillotomie)

Da bei Kleinkindern bis zur Altersgrenze von 4-6 Jahren die Mandeln für die immunologische Entwicklung wichtig sind, muss die Indikationsstellung zur kompletten Entfernung sehr streng gestellt werden. Bei der Lasertonsillotomie wird nur der Teil, der über den Gaumenbogen hinausragt abgetragen, der dahinterliegende Teil bleibt erhalten. Dadurch können Schluck- und Atembeschwerden sowie Atemaussetzer während des Schlafes (Apnoe) behoben werden und es bleibt funktionsfähiges Mandelgewebe zurück. 

Vor allem bei Kindern ist die Rachenmandel häufig stark vergrößert und behindert so die Atmung durch die Nase. Die Folge ist eine verstärkte Atmung durch den Mund, was wiederum die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten erhöht. Dauerschnupfen, Entzündungen von Ohren, Nase und Nasennebenhöhlen sowie chronische Bronchitis treten gehäuft auf. Dies kann auch zu Schnarchen und Schlafstörungen durch die behinderte Nasenatmung führen.
Ferner kann es zu einem Erguss im Mittelohr und zu einer Hörstörung kommen.

Therapie
Als therapeutische Option ist es möglich, vergrößerte oder wuchernde Rachenmandeln operativ zu entfernen (Adenotomie). Dabei wird in Allgemeinanästhesie die Rachenmandel durch den Mund ausgeschält und entfernt.