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Nase

Die Nase erfüllt wichtige Funktionen bei der Atmung und der Geruchswahrnehmung.

Aufbau
Der vordere Teil der Nase ist aus Knorpel und Bindegewebe aufgebaut, während der hintere Teil aus Vorsprüngen der Schädelknochen besteht. 

Geruchswahrnehmung
Die Sensoren für den Geruchssinn des Menschen befinden sich im oberen Teil der Nasenhöhle direkt unter dem Dach in einem sehr kleinen Bereich. Spezialisierte Nervenzellen nehmen Duftstoffe wahr und leiten die Information an das Nervensystem, wo eine Verarbeitung stattfindet. 

Nasenmuschel
Die Nasenmuscheln sind knöcherne Strukturen, die mit Schleimhaut bedeckt sind. Sie finden sich jeweils im seitlichen Teil der Nase auf beiden Seiten. Jede Seite besitzt drei Nasenmuscheln. (Siehe auch: Verkleinerung der Nasenmuscheln)
 

 

Nasennebenhöhlen
Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Räume, die mit der Nasenhöhle in Verbindung stehen und in die angrenzenden Knochen hineinragen. Sie sind ebenfalls mit Schleimhaut ausgekleidet. Bei Infektionen der Nase können sich diese durch die offene Verbindung leicht in die Nasennebenhöhlen ausbreiten.
(Siehe auch: Nasennebenhöhlenentzündung und Operative Therapie der Nasennebenhöhlen)

Nasenhöhle und Nasenscheidewand (Nasenseptum)
Die Nasenhöhle beginnt an den Nasenlöchern und geht bis zum Übergang der Nase hin zum Rachen. Bei der Nasenatmung wird die Luft durch die Nasenhöhle geleitet, um dann über den Rachen und Kehlkopf in die Luftröhre zu gelangen. Im vorderen Bereich der Nasenhöhle befindet sich ein feines Blutgefäßgeflecht, das häufig der Ursprung von Nasenbluten ist.
Die Nasenhöhle wird durch die Nasenscheidewand (Nasenseptum) in zwei Teile getrennt. Die Nasenscheidewand besteht im vorderen Teil aus Knorpel und im hinteren aus Knochen. Sie ist komplett mit Schleimhaut überzogen. Eine Verformung oder Verlagerung der Nasenscheidewand kann die Atmung durch die Nase einschränken. Eine Korrektur ist mit einer Operation möglich. 
(Siehe auch unten: Operation der Nasenscheidewand)

Alle Ärzte unserer Praxis können auf eine jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Nasen-/ Nasennebenhöhlenchirurgie zurückblicken und führen diese Operationen am Alice-Hospital durch.

Operative Therapie

An den Seitenwänden der beiden Nasenhaupthöhlen befinden sich je drei Nasenmuscheln, dünne Knochen-lamellen, die mit dicker Schleimhaut überzogen sind. 

An den Nasenmuscheln wird die eingeatmete Luft gefiltert, erwärmt und befeuchtet. Vor allem bei Kindern kann es der Fall sein, dass die Nasenmuscheln vergrößert und Nasenatmung oder Geruchsinn dadurch behindert sind. So kann es zu immer wiederkehrenden Infekten der oberen Luftwege, zu Schnarchen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen kommen. 

Wenn eine medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg führt, wird zu einer Verkleinerung der Nasenmuscheln geraten.

Operative Therapien

Es gibt verschiedene Verfahren die Nasenmuscheln zu verkleinern, die entweder in örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt werden.

  • Laserkoagulation
    Hierbei wird die Schleimhaut der Nasenmuschel durch Laser oder hochfrequenten Strom (Celontherapie) geschrumpft.
     
  • Submucöse Conchotomie, hier wird der vergrößerte Knochen teilweise in Narkose entfernt
     
  • Seitwärtsverlagerung
    Nach Lösen des knöchernen Gerüsts wird die Nasenmuschel zur Seite verlagert.

Über die für Sie in Frage kommende Therapie wird Sie gerne einer unserer Ärzte informieren.

Die Nasenscheidewand ist die knorpelige und knöcherne Struktur, die die Nase in zwei Nasenhöhlen teilt. 

Eine Verkrümmung kann Atembeschwerden, Nasenbluten und wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen verursachen.

Operative Therapie

Die Operation der Nasenscheidewand, auch als Septumplastik bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff, der durchgeführt wird, um eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) zu korrigieren. 

Eine Septumplastik wird in der Regel empfohlen, wenn eine deutliche Beeinträchtigung der Nasenatmung vorliegt oder wenn die Septumdeviation zu chronischen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Sinusitis führt. Auch Schnarchen kann durch eine behinderte Nasenatmung bedingt sein, was in manchen Fällen eine Operation notwendig macht.

Die Septumplastik wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg macht einen kleinen Schnitt innerhalb der Nase, um die Nasenscheidewand zu erreichen. Das abweichende Septum wird dann begradigt, indem überschüssiger Knorpel oder Knochen entfernt oder repositioniert wird. Nach der Korrektur werden die Schnitte vernäht, und es können Silikonschienen und Tamponaden in die Nase eingeführt werden, um die neue Form zu stabilisieren und Blutungen zu kontrollieren.

Die Septumplastik hat in der Regel eine hohe Erfolgsquote, und die meisten Patienten sind mit dem Ergebnis zufrieden und führt häufig zu einer besseren Lebensqualität.
 

Zu den Nasennebenhöhlen gehören unter anderem die beiden Stirnhöhlen, die über den Augenhöhlen liegen sowie die beiden Kieferhöhlen, die sich unter den Wangenknochen befinden.  
Diese mit Schleimhaut ausgekleideten Hohlräume im Knochen sind offen mit der Nase verbunden. 

Eine Entzündung der Nasenschleimhaut greift daher häufig auf die Nasennebenhöhlen über. 

Typische Krankheitszeichen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Riechstörungen
  • Behinderung der Nasenatmung
  • ständige Sekretion aus der Nase

Therapie:
Besteht eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht anspricht, oder liegen Polypen (gutartige Wucherungen der Schleimhaut vor), wird ein operativer Eingriff erforderlich.