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Refluxösophagitis

Beschwerden wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Schmerzen im Bereich der Speiseröhre gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in Deutschland. 

Diese Beschwerden werden durch den Rückfluss (Reflux) von Magensäure in die Speiseröhre verursacht.

Eine Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut wird auch als Refluxösophagitis (Speiseröhre = Ösophagus) oder auch Refluxkrankheit bezeichnet. 

Sie entsteht, wenn saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt, weil der Schließmuskel den Mageneingang nicht mehr komplett verschließt.

Die Entzündung tritt ausschließlich in den unteren Abschnitten der Speiseröhre auf, die direkt an den Magen grenzen. 

Bei einer chronischen Refluxösophagitis besteht die Gefahr, dass die betroffenen Zellen der Speiseröhre entarten und ein Speiseröhrenkrebs entsteht.

Videopanendoskopie
Diese neue Methode wurde in den letzten Jahren entwickelt und ist erst durch die Anwendung modernster Technik möglich.
Sie dient der Untersuchung des Schlucktraktes im Bereich Schlund, Kehlkopf und Speiseröhre. 

Die Funktionelle Videopanendoskopie wird angewandt bei:

•    Schluckstörungen und Räusperzwang
•    Fremdkörpergefühl im Hals (Globus)
•    Refluxkrankheit, d.h.: versteckter Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, Kehlkopf und Schlund
•    vermehrtem Schleimfluss im Hals

Untersuchungsablauf
Nach Abschwellen der Schleimhaut und Betäubung der Nase wird das besonders dünne Endoskop über die Nase in den Schlund und in die Speiseröhre eingeführt. Dieser Eingriff ist völlig schmerzfrei.
Die einzelnen Phasen des Schlucktraktes beim Trinken und Essen werden beobachtet, per Video aufgezeichnet und computergestützt ausgewertet.

Vorteile der Videopanendoskopie

•    der gesamte Schlucktrakt, auch im Schlundbereich, wird untersucht
•    Störungen im Schlucktrakt können sehr genau erkannt werden
•    Erkennen von verdecktem Säurerückfluss bzw. Risikofaktoren für den Säurerückfluss aus dem Magen
•    risikoarm, da der Patient wach ist und aktiv schluckt (geringeres Risiko der Wanddurchstoßung)
•    so gut wie keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit
•    die Speiseröhre wird im  Gegensatz zur herkömmlichen Speiseröhrenspiegelung nicht mit Luft aufgeblasen
•    die Schluckbewegungen beim Trinken und Essen können somit unter natürlichen Bedingungen beobachtet werden und anhand der Videoaufzeichnungen am Computer ausgewertet werden